Strecke: 3.300 km Schwierigkeit: leicht bis mittelschwer
1. Etappe: (8 Stunden Fahrzeit)
Grenzübergang Hirschthal Lembach Niederbronn La Petite Pierre Abreschviller
Col du Donon Raon L´Etape St.Die Gerardmer La Bresse Ventron
(Anmerkung: Die bekannten Vogesenstrecken; landschaftlich ist die ganze
Strecke reizvoll; man fährt abseits der Nord-Südrouten, die zur
Ferienzeit immer voll sind.)

Le Thillot Ballon d'Alsace Belfort Besancon Dole Chalon-sur-Saone
Montceau-les-Mines Digoin St.Just-en-Chevalet
(Anmerkung: Die Strecke zwischen Belfort und Besancon ist nicht so
besonders; dafür kommt man schnell vorwärts. Schön ist Chalon-sur-Saone)
3. Etappe: (11 Stunden Fahrzeit)
Thiers Le Puy Mende
Gorges de Tarn Gorge de la Jonte St.Affrique Castres Mazamet
(Anmerkung: Hier haben wir nach Möglichkeit nur untergeordnete
Straßen benutzt. (route departementale; in den Karten als D* bezeichnet)
Sehenswert: Le Puy (Die Stadt liegt in einem Talkessel, aus dem zwei Bergzinnen
mit einer Kapelle und einem Marienstandbild herausragen.; bizarr und heiß)
Die Gorges sprechen für sich. Im Gorge de Tarn aufpassen bei Felsüberhängen.
Hier fahren viele Wohnmobile. Bei Überhängen kommen sie Euch
entweder auf Eurer Seite entgegen oder machen, wenn sie vor Euch fahren
unvermittelt die Eisen zu, weil sie den Gegenverkehr abwarten müssen.
Zimmersuche unbedingt vor St. Affrique abschließen. Hinterher wirds
dünn. Am besten Zimmer mit Garage oder nicht einsehbarem Parkplatz.
Das gilt im ganzen Süden von Frankreich)
4. Etappe:( 9 Stunden Fahrzeit)
Carcassonne Limoux Quillan St.Paul-de-Fenouillet dort über die
D 619 / D2, D13 nach Vinca auf der N 116 nach Osten nach ca. 10 km rechts
ab Richtung Ceret Amelie-les-Bains.
(Anmerkung: Carcassone mit seiner Zitadelle; zwischen St.Paul-de-Fenouillet
und Ceret ca 100km Kurven und Serpentinen bei max. 4,50m Fahrbahnbreite.
Fahrbahnbelag reifenmordend. Gigantische Ausblicke, Hochebene des Roussilon
menschenleer.)
2 Tage Campingplatz zur Popo-Erholung
Tagestour: (8 Stunden Fahrzeit)
Amelie-les-Bains Prats-de-Mollo
Ripoll Puigcerda Saillagouse Prades bei Ille-s-Tet auf die D 615/D612 nach
Elne Argeles (Blick auf das Mittelmeer) Le Boulou Ceret Amelie-les-Bains
(Anmerkung: Volles Pyrenäen-Feeling, gigantische Ausblicke, endlose
Steigungen und Abfahrten; Mittelmeer ist Geschmackssache: Heiß, viel
Verkehr)
5. Etappe: (10 Stunden Fahrzeit)
Le Boulou Narbonne Beziers Bedarieux Lodeve Genolhac Villefort
Aubenas
(Anmerkung: Die Strecke am Mittelmeer kann man vergessen. Als wir fuhren,
hatten wir mit starken Seitenwinden zu kämpfen. Schön wirds ab
Bedarieux.)
6. Etappe: (10 Stunden Fahrzeit)
Aubenas Lamastre Annonay dann Autobahn an Lyon vorbei auf N 83 nach
Bourg-en-Bresse Lons-le-Saunier D 471 nach Pontarlier D 437 Morteau
Maiche Arcon
(Anmerkung: Das Rhonetal bringt man am Besten schnell hinter sich;
heiß und viel Verkehr. Vor und hinter Lyon ist die Autoroute gebührenfrei)
7. Etappe: (8 Stunden Fahrzeit)
Montbelliard Belfort Cernay Thann Grand Ballon Col de La Schlucht Cold
de Bonhomme St.Marie-aux-Mines Selestat bei Straßbourg auf die Autoroute
(gebührenfrei) bis Lauterbourg Wissembourg Weiler Dahn Heltersberg
(Anmerkung: Zum Abschluss noch einmal ne schöne Vogesenetappe)
Zusammenfassung:
Die Etappen waren sehr lang und hart. Das muss eben jeder für sich
entscheiden.
Im Nachhinein würden wir die Rückfahrt noch einmal über
die Cevennen (z.Bsp. St.Etienne) nehmen. Die Strecken am Mittelmeer und
im Rhonetal sind mehr als nervig, heiß und dreckig). Alternativ wäre
auch eine Tagesetappe am Mittelmeer entlang vorstellbar und dann durch
die französischen Alpen und die Schweiz. Das erfordert allerdings
mehr Zeit und Sitzfleisch als uns zur Verfügung standen.
Unterbringung:
Man darf nicht den gleichen Standard wie bei uns erwarten. Gerade im
Süden sind die Häuser sehr alt und einfach aber sauber. "Logis
de France" bezeichnet Hotels und Auberges mit einem Mindeststandard (Dusche
oder Badewanne mit WC im Zimmer). Die meisten bieten eine sogenannte "soiree
etape". Das ist eine Pauschale für Abendessen, Unterbringung und Frühstück.
Die Preise schwanken stark, je nach Qualität der Häuser. Für
eine Soiree etape kann man 350 FF rechnen (ca. 105 DM)
Sonstiges:
Achtet auf ausreichende Wasserzufuhr. Das Fahren in der Hitze
dörrt den Körper aus. So zwei Liter Wasser während des Fahrens
sind locker nötig. Wer mehr reinkriegt, sollte das tun. Wir haben
darauf verzichtet, Leitungswasser zu uns zu nehmen. Mineralwasser ist hier
Grundnahrungsmittel und nicht teuer.
Achtet bei der Anreise auf ausreichendes Reifenprofil. Die rauen
Beläge und die Hitze nagen am Profil. Besser ausreichendes Profil
für 2000 Mehr-km einplanen. Mein Vorderreifen war mit 7.000 km platt
obwohl der sonst an die 10.000 km mitmacht. Ansonsten ist es selbstverständlich,
dass das Moped technisch o.k. sein soll. Man will ja wieder heil nach Hause
kommen.
Sprachkenntnisse sind von Vorteil. Die Leute sind sehr nett
und hilfsbereit, mit Deutsch kommt man vor allem im Süden nicht so
weit, wenn man sich abseits der Touristenrouten bewegt.
Campingtipp:
Bikers Paradise an der D 618 ca. 7 km nördlich von Ceret. Der
Platz bietet allerdings nur Platz für 20 Personen (Deswegen Voranmeldung
erforderlich). Die Eigentümer sind ein nettes deutsches Paar, die
sehr hilfsbereit sind. Außerdem kann man da seine Sachen mit ruhigem
Gewissen allein lassen. Hier wird nicht geklaut. (Zur
Website von Bikers Paradise)
Mit Genehmigung von Udo
Rapp 2000