Im
Oktober ist die Zeit, in dem
sich die Motorradfahrer überlegen, ob Sie ihr Gefährt
abmelden oder durch den - vielleicht milden - Winter angemeldet lassen
sollen. Vielleicht ist ja doch ein schöner warmer Tag, an dem eine
kleine Ausfahrt möglich ist. Viele Biker haben sich sowieso schon
entschieden. Sie haben ein Saisonkennzeichen. Hier sei eine Warnung
ausgesprochen: Fahren außerhalb der Zulassungszeiten ist kein
Ausrutscher, sondern in mehrfacher Hinsicht Fahren ohne Zulassung bzw.
Versicherungsschutz (3 Pkt, 50 EUR). Auch auf öffentlichen
Straßen darf ein Motorrad außerhalb des
Zulassungszeitraumes nicht abgestellt (1 Pkt. 40 EUR) sein.
Durchfahren und Härte zeigen:
Richtige
Kleidung: Lederkombi eher ungeeignet, Thermoanzüge z. B. aus
Goretex, Winterstiefel und Unterhandschuhe und Sturmhaube, Reflektoren
und helle Bekleidung.
Probleme: Visiere, die plötzlich beschlagen z.B. bei
Tunneldurchfahrt usw. (Antibeschlagmittel), klamme Finger
(Griffheizung), rutschige oder glatte Fahrbahngeschaffenheit (besondere
Vorsicht oder doch mal stehen lassen). Das Handling von
Motorrädern auf eisglatter Straße ist sogut wie
unmöglich! Deshalb sollte das Zweirad bei solchen
Straßenverhältnissen unbedingt in der Garage bleiben!
Generell im Herbst und Winter: Defensive und vorausschauende Fahrweise
, kein schnelles Beschleunigen und ruckartiges Bremsen, keine
hektischen Lenkbewegungen.
Besondere Gefahren sind Straßenverschmutzungen durch
landwirtschaftliche Erntefahrzeuge, Herbstlaub, Reif und winterbedingte
Glätte, besondere Vorsicht auf Brücken und Walddurchfahrten.
Nicht zu unterschätzen sind die veränderten
Lichtverhältnisse, Blendungen durch die Sonne, die im
Frühjahr, Herbst und Winter tiefersteht und manchmal unverwartet
einfällt.
Außerdem sollten sich Biker entsprechend kleiden, daß sie
bei trübem Wetter und Dunkelheit gut erkennbar bleiben. Nicht
verkehrt ist es, zur dunklen Jahreszeit einen Beleuchtungs-Check
durchzuführen.
Winterpause: Motorrad einmotten!
Maschine gründlich reinigen, Chromteile mit einem
ölgetränkten Lappen einreiben. Motor-, Getriebe- und
Kardan-Öl in warmem Zustand im Herbst wechseln.
Metalltanks bis zur Oberkante mit Benzin füllen (Rostschutz) Benzinhahn schließen
und Motor laufenlassen bis er ausgeht (leerer Vergaser und Leitungen)
Batterie ausbauen und nach Möglichkeit an ein Dauerladegerät
anschließen und im Keller einlagern. Bowdenzüge, Ketten und
Gelenke ölen oder einfetten, bitte hierzu Hinweise in der
Bedienungsanleitung beachten!! Manche Züge sollten wegen
Verharzung nicht gefettet werden.
Motorrad in der Garage oder in einem trockenen Keller mit einem Tuch
und darüber mit einer Plane abdecken. Reifen mit maximalem
Luftdruck
versorgen und Fahrzeug möglichst so abstützen, daß die
Reifen keinen Bodenkontakt haben.
Achtung: Abgemeldete oder ausserhalb der Kurzzeitkennzeichen-Dauer darf
das Fahrzeug nicht auf öffentlichen Straßen und Plätzen
abgestellt werden. Nicht immer ist es ein Vorteil, wenn das Bike
abgemeldet wird. Vielleicht geht der Schadens-freiheitsrabatt verloren
oder man wird nicht entsprechend besser eingestuft. Weitere Infor's
hierzu holt man am besten direkt bei der Versicherung ein.
Frühjahr: Wiederinbetriebnahme
Einfach
nur aufdecken und abstauben ist zu wenig! Bei Dampfstrahlereinsatz
sollte die Düse nicht zu nahe am Motorrad sein. Nicht unter den
Tank sprühen, damit die Elektrik nicht feucht wird. Auch
gefettete Teile usw. nicht direkt anstrahlen.
Reifendruck prüfen und Kette schmieren. Die Seilzüge von
Kupplung und Bremsen, soweit nicht hydraulisch, sowie der Gaszug
können meistens einige Tropfen Öl brauchen. Batterie
laden und einbauen. Polung natürlich beachten und den
Entlüftungsschlauch nicht vergessen.
Stand das Motorrad im Freien, das Zündschloss und die Schalter mit
MoS²- Fliessöl gangbar machen.
Beleuchtung, Blinker, Bremslicht, Hupe und Bremswirkung
prüfen, Klötze einer Sichtprüfung unterziehen.
Profiltiefe beider Reifen kritisch unter die Lupe nehmen.
Wer sich
nicht hundertprozentig sicher ist, sollte einen Fachmann zu Rate
ziehen oder das Bike gleich zu einer Frühjahrsinspektion in die
Werkstatt bringen. Unfachmännische Reparaturen und Pfusch
können gefährliche
Folgen haben.
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